Die Geschichte der ersten jüdischen Gemeinde(n) in Osnabrück ist eine zwischen Anziehungskraft und Hass pendelnde Erzählung. Im christlich-jüdischen Miteinander kontrastierte die gelebte Nähe mit einem tiefen Misstrauen zwischen beiden Religionen. Antijudaismus war Alltag.
1309 vom Osnabrücker Bischof offiziell für den Geldverleih in die Stadt geholt, wurden die jüdischen Menschen während des Pestpogroms von 1350 von ihrer christlichen Nachbarschaft brutal ermordet. Nur wenige Jahre später entstand in der Stadt erneut eine jüdische Gemeinde. Nach 1400 hielt die christliche Mehrheit die jüdischen Familien für entbehrlich, weil sich das Geldwesen veränderte und die bislang geschätzten Vorzüge des jüdischen Geldverleihs nicht länger gefragt waren.
"Van den Yoden" erinnert an eine von gesellschaftlichen wie religiösen Konflikten geprägte Phase des Nebeneinanders von christlicher Mehrheitsgesellschaft und jüdischer Minderheit in Osnabrück. Sie währte knapp zwei Jahrhunderte (ca. 1260 bis 1430). Die Ausstellung, das Begleitprogramm und der reich bebilderte Ausstellungspublikation ermöglichen einen vergleichenden historischen Rückblick vor dem Hintergrund der aktuellen bundesdeutschen Gesellschaft, die durch ihre kulturelle und religiöse Vielfalt geprägt ist. Zudem bedarf es angesichts des nach wie vor bestehenden Antisemitismus öffentlicher Räume für eine kritische Auseinandersetzung mit dessen Wurzeln und Auswirkungen bis in die Gegenwart.
Die Ausstellung zeigt anhand ausgewählter wertvoller historischer Originalexponate des Spätmittelalters, die bislang noch nie gemeinsam in einer Präsentation gezeigt worden sind, die Geschichte der jüdischen Gemeinde im mittelalterlichen Osnabrück in ihren wesentlichen Phasen.
1309 vom Osnabrücker Bischof offiziell für den Geldverleih in die Stadt geholt, wurden die jüdischen Menschen während des Pestpogroms von 1350 von ihrer christlichen Nachbarschaft brutal ermordet. Nur wenige Jahre später entstand in der Stadt erneut eine jüdische Gemeinde. Nach 1400 hielt die christliche Mehrheit die jüdischen Familien für entbehrlich, weil sich das Geldwesen veränderte und die bislang geschätzten Vorzüge des jüdischen Geldverleihs nicht länger gefragt waren.
"Van den Yoden" erinnert an eine von gesellschaftlichen wie religiösen Konflikten geprägte Phase des Nebeneinanders von christlicher Mehrheitsgesellschaft und jüdischer Minderheit in Osnabrück. Sie währte knapp zwei Jahrhunderte (ca. 1260 bis 1430). Die Ausstellung, das Begleitprogramm und der reich bebilderte Ausstellungspublikation ermöglichen einen vergleichenden historischen Rückblick vor dem Hintergrund der aktuellen bundesdeutschen Gesellschaft, die durch ihre kulturelle und religiöse Vielfalt geprägt ist. Zudem bedarf es angesichts des nach wie vor bestehenden Antisemitismus öffentlicher Räume für eine kritische Auseinandersetzung mit dessen Wurzeln und Auswirkungen bis in die Gegenwart.
Die Ausstellung zeigt anhand ausgewählter wertvoller historischer Originalexponate des Spätmittelalters, die bislang noch nie gemeinsam in einer Präsentation gezeigt worden sind, die Geschichte der jüdischen Gemeinde im mittelalterlichen Osnabrück in ihren wesentlichen Phasen.
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Veranstalter
MQ4 - Museumsquartier Osnabrück
Lotter Straße 2
49078 Osnabrück
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