Heute

ROMANTIK - Teil II

Auf einen Blick

  • Kunsthalle Osnabrück
  • 06.12.2022 – 05.03.2023Terminübersicht
  • 11:00 - 18:00
  • Ausstellung

Die Kunsthalle Osnabrück eröffnet neue Ausstellungen innerhalb ihres Jahresthemas ROMANTIK

Erzählst Du Märchen?
Die Kunsthalle Osnabrück eröffnet neue Ausstellungen innerhalb ihres Jahresthemas ROMANTIK
05. November 2022, ab 17:00 Uhr

Mit zwei neuen Einzelausstellungen und für sie spezifisch realisierten Neuproduktionen der Künstler:innen Cemile Sahin und Andrzej Steinbach, eröffnet die Kunsthalle Osnabrück am Samstag, den 5. November 2022, um 17:00 Uhr, den zweiten Teil ihres Jahresthemas ROMANTIK. Im Kontext ihrer mittelalterlichen Architektur analysiert die Kunsthalle seit Juni 2022, ob das aktuelle Gefühl einer globalen Zerrissenheit mit einem Comeback der Bild- und Sprachwelten der Romantik einhergeht. Der Fokus der beiden neuen Ausstellungen und des Vermittlungsprogramms legt verstärkt einen kritischen Blick auf die romantischen Topoi Natur, gesellschaftlicher Rückzug, Nationalstaat und Individualismus. Insbesondere soll hierbei eine globale Perspektive auf Romantik berücksichtigt werden.
In Zeiten einer Pandemie und des Krieges in der Ukraine fragen die beteiligten Künstler:innen in ihren Arbeiten: Wie steht es mit der Zuversicht und Sehnsucht nach Liebe, Identität und Zugehörigkeit? Die Ausstellungen nehmen dazu auch die gleichnamige Kunst- und Literatur-Epoche als Zerrspiegel zur gegenwärtigen Verfasstheit der Gesellschaft zur Hand. Kaum eine andere Epoche hat in Deutschland und Europa mit ästhetischen Mitteln ein derart kollektives Gefühl zwischen Aufbruch, Nostalgie und Nationalismus geprägt.
Die Ausstellungen von Anna Haifisch, Gabriella Hirst und Irène Mélix sind weiterhin noch bis zum 5. März 2023 zu sehen. Zur Eröffnung am 5. November erscheint eine Edition der Künstlerin Anna Haifisch. Das Jahresprogramm ROMANTIK wird maßgeblich gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.

CEMILE SAHIN: A Song of Tigris & Euphrates
Einzelausstellung im Kirchenschiff
05.11.2022–05.3.2023

Die Schwerpunkte von Cemile Sahins künstlerischer Arbeit sind politische Ereignisse und ihre Erzählung. Ihre multimediale Arbeitsweise verbindet in ihren Installationen die Medien Film, Skulptur, Text, Sound und Fotografie. Ausgehend von Archivmaterialien und wahren Begebenheiten entwickelt Sahin so Raumkonstellationen, die politische Ereignisse neu befragen, kontextualisieren und die Manipulation von Bildern und Geschichten in den Vordergrund stellen. Staaten und Militarismus, Land und Landschaft als propagierende Symbolik mit realpolitischen Folgen, sind dabei wiederkehrende Themen.
Im Zentrum ihrer Installation für die Kunsthalle Osnabrück steht die Premiere des ersten Teils ihrer Filmserie „VIER BALLADEN / FOUR BALLADS“. Der Kurzfilm mit dem Titel „Frühling / Spring“, thematisiert und verknüpft die Auswirkungen der Verträge von Lausanne von 1923, fast einhundert Jahre später, mit der natürlichen Ressource Wasser und wie diese als geopolitisches Machtinstrument von autoritären Systemen und Staaten als Kriegswaffe eingesetzt wird. Der Film beschäftigt sich mit demographischen Veränderungen der Landschaft und ihren gravierenden Folgen, die durch den Bau riesiger Staudämme, wie dem Atatürk-Staudamm in Nordkurdistan, verursacht werden. Dabei entwickelt sich die Geschichte über die kurdische Familie Bingöl, deren Lebensumstände exemplarisch als Symptom historischer und gegenwärtiger politischer Entscheidungen und ihrer Auswirkungen stehen.
Die Arbeit „A Song of Tigris & Euphrates“ von Cemile Sahin wurde mit Unterstützung von Esther Schipper, Berlin Paris und Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH produziert.

ANDRZEJ STEINBACH: Verschont mein Haus, zündet andere an
Einzelausstellung im Neubau
05.11.2022–05.3.2023

Kulturelle Symbolik, Geschichte, soziale Praxis und deren Bedeutung für Individuen und ihre Identitätsbildung spiegeln das zentrale Interesse der künstlerischen Arbeit von Andrzej Steinbach. Bilder versteht er dabei als Ausdruck unserer politischen und gesellschaftlichen Verfasstheiten. Seine Fotografien und Installationen entfalten ihr kritisches Potential im Spiel mit kulturellen Zuschreibungen, angeeigneten und neu kontextualisierten Posen aus Geschichte, Pop- und Subkultur, die sich neuen Lesarten öffnen und auf Potentiale für gesellschaftliche Veränderung verweisen.
Für die Kunsthalle Osnabrück hat er eine neue Werkserie und Installation entwickelt, die Abschottung und Sicherheit als gesellschaftliche Phänomene und Bedürfnisse behandelt. Ausgangspunkt ist ein bürokratisches Setting, das Verwaltung, Ordnung und Alarmbereitschaft als vermeintliche Sicherheitsmechanismen zitiert und zum Träger einer neuen Werkserie wird. Für diese fotografierte Steinbach in sogenannten Tatortwohnungen der Brandenburgischen Polizeischule. Die modellhaften, entfremdeten Wohnungen, in denen Szenarien des Schutzes erprobt werden, konterkariert er mit Fotografien von Personen, Accessoires und Objekten, die fast schon prototypisch für politischen Aktivismus stehen. Ganz im Sinne des von Steinbach für den Ausstellungstitel zitierten Heiligen Florian „Verschont mein Haus, zündet andere an“, stellt der Künstler das Dilemma zwischen gesellschaftlicher Solidarität und individuellem Wohlergehen ins Zentrum seiner Neuproduktion.

Förder:innen: Kulturstiftung des Bundes, Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, DIX GmbH – Markisen Zentrum, Imvest Development GmbH, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Stadt Osnabrück – Die Friedensstadt, Stiftung der Sparkasse Osnabrück, Stiftung Niedersachsen, VGH Stiftung, Freunde der Kunsthalle Osnabrück e. V., VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland

Termine im Überblick

Auf der Karte

Kunsthalle Osnabrück
Hasemauer 1
49074 Osnabrück
Deutschland

Tel.: 0541 323-2190
Webseite: www.kunsthalle.osnabrueck.de

Allgemeine Informationen

Was möchten Sie als nächstes tun?

Sie benutzen offenbar den Internet Explorer von Microsoft als Webbrowser, um sich unsere Internetseite anzusehen.

Aus Gründen der Funktionalität und Sicherheit empfehlen wir dringend, einen aktuellen Webbrowser wie Firefox, Chrome, Safari, Opera oder Edge zu nutzen. Der Internet Explorer zeigt nicht alle Inhalte unserer Internetseite korrekt an und bietet nicht alle ihre Funktionen.